isa22

ALWAYS ANEW

 

Unter dem Motto „Always anew“ fokussierte sich die isa in ihrer vergangenen Ausgabe in einem immer noch weltweit von der Covid-Pandemie geplagten Jahr und in schweren Zeiten auf positive Kraft, Motivation und ständige Neuerfindung und stellte diese in den Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit und Reflexion.

Ob gänzlich Neues schaffen oder in „miterfindender“ Interpretation immer wieder neue Blicke auf Bestehendes ermöglichen: künstlerisches Tun braucht den grundsätzlichen Impetus des „Immer wieder aufs Neue“. Offenheit, kreative Experimentierfreude, Begeisterungsfähigkeit und Risikobereitschaft gehören dazu genauso wie Persistenz, Resilienz und die Fähigkeit zum Neubeginn nach Krisen oder Rückschlägen.
Üben, Wiederholen und Immer-wieder-versuchen machen einen wesentlichen Teil unseres Lebens als Musiker_innen aus. Bauen wir auf dem auf, was wir in uns selbst und in unserem Umfeld an Potenzial haben und machen wir so unser Leben insgesamt zur „freudvollen Übung“!

Viele der großartigen Lehrenden der isa-Meisterkurse waren schon oft dabei, einige kamen das erste Mal zur isa. In den Begegnungen mit ihnen und mit dem vielfältigen Angebot an Workshops und Aktivitäten wurde die isa wieder zu einem Brennpunkt richtungsweisender Erfahrungen.

Die besondere Kombination aus Naturschönheit und kulturgeschichtlicher Bedeutung in der
Semmering/Rax-Region im südlichen Niederösterreich bildete den idealen Hintergrund für die intensive kreative Erfahrung während der isa. Mit neuen Möglichkeiten in der regionalen Zusammenarbeit konnten wir für das isaFestival auch zusätzliche Auftrittsorte anbieten, und beim Repertoire für die Konzertprogramme waren wir in alle Richtungen offen: Unbekanntes und Neues stand neben (vermeintlich) Altbekanntem , das wir wieder neu erlebbar machten.

Auch für die Organisation galt das Motto „Always anew“ gleichermaßen: erstmals fand die isa in einem leicht verkürzten Zeitrahmen und mit neuer Struktur statt, die einerseits noch mehr Fokussierung ermöglichte und andererseits die Teilnahmekosten reduzierte.

Die an die Sommerakademie anschließende internationale Wissenschaftskonferenz isaScience stand unter dem Thema „Un/Learning: Norms and Routines in Cultural Practice“.

Unser künstlerisches Tun bleibt jedenfalls gesellschaftlich relevant, vielleicht mehr denn je.
Es hängt von uns allen ab – bleiben wir trotz der schwierigen Zeiten dran, immer aufs Neue!

Danke für eine inspirierende isa22!

Univ.-Prof. Dr. h.c. Johannes Meissl
Vizerektor für Internationales und Kunst
Künstlerischer Leiter der isa

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